Das Draisinenfest fand auf dem ehemaligen Bahnhof Parsau statt. Es ist ein Abschnitt von etwa einem Kilometer in südlicher Richtung bis zum Grillplatz befahrbar. Dort wird die Draisine gewendet und die Rückfahrt angetreten. Es wird eine geringe Unkostenbeteiligung für die Ausrichtung des Festes erhoben. Auf dem Bahnhof von Parsau konnten die Draisinen besichtigt werden und auf den Nebengleisen kurz ausprobiert werden. Auf dem Bahnhofsgelände wurden Getränke und Gegrilltes angeboten. Durch die Fahrt auf der von Bewuchs freigeschnitten Fahrtstrecke kann erfahren werden, wie man mit der Draisine abseits des Verkehrs die Gegend erkunden kann. Es ist daran gedacht, die Fahrstrecke schrittweise zu erweitern und dann zu einem noch größeren Fahrerlebnis zu gestalten. Dazu werden im Herbst und Winter weitere Fahrtstrecken vom Bewuchs befreit und für den Fahrbetrieb hergerichtet.

Plakat Draisinenfest: Edgar Heitz

 

 

 

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Draisinenfest

 

 




Hintergründe zum Draisinenbetrieb

Im Frühjahr wurde die Ohretalbahn von Wittingen über Rühen von Bahnbetriebszwecken freigestellt (entwidmet). Dazu hatten der Besitzer der Strecke, die Osthannoverschen Eisenbahnen AG (OHE), und die an der Strecke liegenden Kommunen den Antrag gestellt. Auslöser für diesen von wenig strategischer Weitsicht geprägten Vorgang waren der Wunsch der Gemeinde Rühen, die Bahnflächen auf dem Gemeindegebiet für die Realisierung des Baugebietes Koleitsche zu verwenden. Die OHE hatte die Absicht, die Kosten der Betriebssicherungspflicht für die Strecke einzusparen, da keine Einnahmen auf der Strecke mehr erzielt wurden. Der Förderverein hatte sich gegen die Entwidmung gewandt und wurde dabei von maßgeblichen Kräften der Region wie Kreistag, ZGB, WOB-AG, Amt für Regionale Landesentwicklung und die Stadt Wolfsburg unterstützt. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sah sich trotzdem gezwungen, aufgrund des in absehbarer Zeit nicht nachzuweisenden Verkehrsbedürfnisses die Entwidmung auszusprechen. Der Förderverein betrachtet es als seine Aufgabe, die Flächen für die zukünftige verkehrliche Nutzung offen zu halten. Die Nutzung durch Draisinen bietet den Vorteil, kurzfristig eine Verwendung der Strecke zu realisieren und der Verkehrssicherungspflicht Genüge zu tun. Im weiteren kann dann in Ruhe überlegt werden, welche Nutzungen der Verkehrsinfrastruktur sich als geeignet erweisen. Auf jedenfall gilt es zu verhindern, dass die freiwerdenden Flächen einfach nur durch die an der Strecke liegenden landwirtschaftlichen Betriebe zum Durchpflügen zweckentfremdet werden. Durch Ihre Teilnahme am Draisinenfest unterstützen Sie unsere Bemühungen zum Erhalt der Strecke für enkelgerechte verkehrliche Nutzungen in der Zukunft.


 

Förderverein Ohretahlbahn e.V.
Neue Straße 51
38559 Wagenhoff

E-Mail: kontakt@ohretahlbahn.de
Telefon: 05376-290