Benitz/Wiswedel: Zahlreiche Besucher steigen auf die Draisinen
1020 ik bericht draisinenfestWiswedel – Als echte Attraktion und touristischer Höhepunkt erwies sich das zweite Draisinenfest des Fördervereins Ohretalbahn am Wochenende am ehemaligen Bahnhof Wiswedel/Benitz. Aus den neuen wie aus den alten Bundesländern kamen bei bestem Herbstwetter immer noch mehr Interessenten, vom Kleinkind bis zu reiferen Semestern, um sich eine Fahrt mit Muskelkraft auf den Schienen zu sichern.

Ein Entgelt forderten die Veranstalter nicht, sahen aber Spenden als willkommen an, um diejenigen wenigstens einigermaßen zu entschädigen, die neun Schienenfahrzeuge nicht nur bereitgestellt, sondern auch an den Platz geschafft hatten. Frank-Markus Warnecke vom Vereinsvorstand berichtete, dass sich an den beiden
Tagen vor der Veranstaltung jeweils ein Dutzend Vereinsmitglieder an den Vorbereitungen beteiligt hätten. Die bis dahin ungenutzte Strecke war mit Gras, Sträuchern und allerlei Bäumen überwuchert und musste in gemeinschaftlicher Arbeit freigelegt werden.

Als Ziel des Draisinenfestes nannte Warnecke die Werbung für den Erhalt der Schieneninfrastruktur der alten OHE-Trasse von Wittingen bis Rühen mit Weiterführung bis Wolfsburg. „Ein mit dem Flecken Brome zu diskutierendes Modell könne darin bestehen, die Trasse als Grünes Band zu erhalten, wobei der eigentliche Gleisbereich als Offenlandbiotop für wechselwarme Reptilien durch Pflegemaßnahmen für den Draisinenbetrieb freigehalten wird“, sagte Warnecke. Auf beiden Seiten der Gleise könnten sich dann Hecken- und Baumbiotope ausbilden.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Manfred Michel, fügte hinzu: „Die Zerstückelung und der Verkauf an Trassenanlieger wird den Herausforderungen der Gesellschaft für eine notwendige Verkehrswende mit Stärkung des Nahverkehrs nicht gerecht.“ Eine Studie im Auftrag der Stadt Wittingen habe ergeben, dass ein weitgehend ehrenamtlicher Draisinenbetrieb sich wirtschaftlich trage und ein touristisches Highlight der Region darstelle. Dass die Veranstaltung zu einem kleinen Volksfest wurde, dafür sorgte ein passender Rahmen mit Getränken für jeden Geschmack, Deftigem vom Grill sowie selbstgebackenem Kuchen.

Von HORST MICHALZIK
Fotos: HORST MICHALZIK
Quelle: www.az-online.de

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